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Gedanken zu... (Juni 2009) |
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... meiner Europride Nachdem ich es heute Nachmittag doch noch geschafft habe, im Park einen schattigen Platz ausserhalb der Rauchfahnen des Fluches dieses Sommers – tragbare Grills – zu finden, habe ich mir Gedanken zu meiner ganz persönlichen Europride09 gemacht. Und ja, die Europride gehört mir, dir, uns allen!
von Markus Kipfer
Irgendwie habe ich es noch nicht geschafft, den VIP-Status zu erreichen. Ich kann mir auch gar nicht vorstellen wieso... Das bedeutet natürlich, dass ich noch nicht über den roten Teppich geschwebt bin, dass ich an keinem coolen Opening- oder VIP-Event teilgenommen habe. Ganz zu schweigen davon, dass keiner meiner Zunftkollegen ein Interview oder ein Foto von mir wollte.
Was ich allerdings geschafft habe, war, an ein paar meiner Lieblingsevents teilzunehmen, die ich kürzlich angepriesen habe. Allen voran natürlich die tolle Premiere von „Wenn ich mir was wünschen dürfte...“ mit Röbi Rapp im Keller 62. Es war einfach ein Mega-Ereignis. Was kann ich mehr dazu sagen: Röbi hat mich verzaubert. Und auch Oliver Fritz und Ernst Ostertag darf ich nicht vergessen. Donald Strachey Live habe ich leider völlig verschwitzt. Sorry! Nicht verpasst habe ich die sehr interessante Podiumsdiskussion zum Thema „Out im Job“ , die von der schwulen Hochschulgruppe z&h organisiert wurde und auf grosses Interesse stiess. Hierzu mehr in einer der nächsten Ausgaben.
Und was habe ich noch vor? Es finden so viele Events statt, FRAU/MANN weiss gar nicht, was auslassen. Jedenfalls geht es mir so. Ich will unbedingt noch die Ausstellung zu Pier Paolo Pasolini besuchen. Homosexualität im Animal Kingdom vielleicht, oder die T&M Drag Queen Show? Wer weiss. Aber ganz bestimmt werde ich mich auf dem Münsterhof und dem Stadthausareal blicken lassen.
Zum Schlussspurt (schniff): Am 4. Juni „LGBT Economic Forum: Open Seminar ‚The Cost of Thinking Twice’“, am Tag darauf der Aidswalk – für den ich mich noch anmelden sollte – und am 6. Juni die Parade. Yeah! Es wird ganz einfach unglaublich toll werden!
Bleibt natürlich DIE grosse Frage “Wieso ist es nicht immer so?“. Ich meine, wieso können wir nicht immer eine solche Präsenz haben? Wieso können wir nicht immer so offen über unsere Probleme und Anliegen sprechen? Wieso können wir nicht immer so offen feiern? Wieso haben wir nicht immer einen eigenen Radio- und TV-Kanal? Wieso? Ich könnte mich daran gewöhnen. Echt jetzt!
CU, Markus
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PS: Ja ich weiss, in Zürich haben wir zur Zeit ein ganz gutes Leben. Aber ich erinnere bloss an die Anti-Gay Attacke der EDU im Kantonsparlament und an die Briefaktion der von der SVP unterstützten Familien-Lobby. |